Grüne Zeiten in Münster-Südost


Ideen für Wolbeck by osmunda
13. Mai 2014, 00:07
Filed under: Kommunalwahl 2014, Stadtplanung, Verkehrspolitik, Wolbeck

von Dirk Wimmer, Kandidat für Wolbeck

Dirk Wimmer, Direktkandidat für Wolbeck (Wahlkreis 21)

Liebe Wolbeckerinnen,
liebe Wolbecker,

ich wurde als Direktkandidat von Bündnis 90 / Die Grünen für den Rat und als Listenkandidat für die Bezirksvertretung Südost vom Bürgerforum Wolbeck zur Veranstaltung am 08.05.2013 in der Gaststätte Sültemeyer eingeladen.

Zur Vorbereitung wurden den Kandidaten im Vorfeld fünf Fragen gestellt, die während der Veranstaltung beantwortet werden sollten.

1. Provisorische Maßnahmen zur wirkungsvollen Verminderung des innerörtlichen Verkehrsaufkommens nach Fertigstellung der Umgehungsstraße.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, den innerörtlichen Verkehr durch provisorische Maßnahmen zu reduzieren. Dazu gehören leichte Umbaumaßnahmen, wie auch harte Methoden, die große Umbaumaßnahmen vor Ort bedeuten würden. Jedoch nur eine bloße Reduzierung des Durchgangsverkehrs wird an der Verkehrssituation in Wolbeck nicht viel ändern. Besonders die Aufenthaltsqualität im Ortskern wird nur gering verbessert, an der Situation von Fußgängern und Radfahrern ändert sich überhaupt nichts. Verbote durch Schilder haben schon in der Vergangenheit wenig Abhilfe geschafft. Die Ortsdurchfahrt ist auch heute schon für Kraftfahrzeuge über 3,5t gesperrt. Transporter und LKWs fahren aber weiter täglich durch den Ort. Den Ordnungskräften sind meist die Hände gebunden. Kraftfahrzeugfahrer werden den Ortskern auch weiterhin als Abkürzung wählen, da dieser Weg zur Gewohnheit geworden ist.

Wir Grünen Südost vertreten die Meinung, dass eine Verminderung des innerörtlichen Verkehrsaufkommens durch eine einfache, wie wirkungsvolle Maßnahme verwirklicht werden kann: durch ein versenkbares Poller-System in Höhe des Drostenhofes würde der Durchgangsverkehr auf einfache Weise verhindert werden. Dieses System wird in vielen Städten in Deutschland und dem benachbarten Ausland eingesetzt. Busse können durch automatisches Absenken der Poller ungehindert passieren.

Abbildung 1: Möglicher Ort für das automatische Poller-System

Abbildung 1: Möglicher Ort für das automatische Poller-System

Wir weisen darauf hin, dass Ladengeschäfte sowohl für den Lieferverkehr wie auch für absolut nötigen Kundenverkehr weiterhin mit dem PKW für jeden erreichbar wären. Patienten können auch weiterhin mit dem PKW bis vor die Arztpraxen gebracht werden. Dort könnten sie dann gefahrlos aussteigen.
Kein Geschäft hat bisher von dem reinen Durchgangsverkehr profitiert. Auch die bisherigen Kunden mussten entweder zu Fuß oder per Rad die Geschäfte erreichen. Kunden per Auto mussten mangels Parkraum auf die Parkplätze Sültemeyer oder Marktplatz ausweichen. Diese werden auch weiterhin erreichbar bleiben. Vorteil dieser Maßnahme: Geschäfte können in Ruhe und ohne Gefahr durch PKWs, LKWs und landwirtschaftliche Fahrzeuge zu Fuß oder mit dem Rad erreicht werden. Gastronomische Außenflächen wären möglich. Es könnten Kurzzeitparkplätze für PKWs ausgewiesen werden. Somit würde innerörtlich nur noch der absolut nötige Kraftverkehr stattfinden. Radverkehr würde gefördert, Fußgänger können gefahrlos spazieren gehen. Die Aufenthaltsqualität würde sich sofort erhöhen.
Ein automatisches Poller-System kann schnell und mit überschaubaren Kosten erstellt werden und steht zukünftigen Maßnahmen aus dem Entwicklungskonzept nicht im Weg.

Wir möchten noch einmal darauf hinweisen: Geschäftsleute haben einen großen Vorteil durch diese Maßnahme. Bisherige Kunden hatten es bisher sehr schwer, sicher und ohne Ängste Geschäfte zu erreichen. Ältere Mitbürger, Mütter mit Kinderwagen und/oder Kindern haben sogar die Münsterstraße aufgrund der Verkehrslage gemieden und nur in Ausnahmefällen benutzt. Das Einkaufsverhalten hat sich sogar dahin verändert, überhaupt nicht mehr im Ortskern einzukaufen. Ich habe mir selbst die Situation vor Ort angeschaut. Gerade in den Stoßzeiten war es regelrecht gefährlich, die Münsterstraße per Rad zu befahren oder die Bürgersteige zu benutzen.

Abbildung 2: Hier könnten weitere Kurzzeitparkplätze entstehen

Abbildung 2: Hier könnten weitere Kurzzeitparkplätze entstehen

Die neue Verkehrsführung muss gleichzeitig eine Lenkungswirkung haben, damit sich Park- und Suchverkehr nicht auf die umliegenden Wohnviertel verteilt und dort für unnötige Belastungen sorgt.

Ich weise darauf hin, dass Ladengeschäfte sowohl für den Lieferverkehr wie auch für absolut nötigen Kundenverkehr weiterhin mit dem PKW für jeden erreichbar wären. Patienten können auch weiterhin mit dem PKW bis vor die Arztpraxen gebracht werden. Dort könnten sie dann gefahrlos aussteigen.

Kein Geschäft hat bisher von dem reinen Durchgangsverkehr profitiert. Auch die bisherigen Kunden mussten entweder zu Fuß oder per Rad die Geschäfte erreichen. Kunden per Auto mussten mangels Parkraum auf die Parkplätze Sültemeyer oder Marktplatz ausweichen. Diese werden auch weiterhin erreichbar bleiben. Vorteil dieser Maßnahme: Geschäfte können in Ruhe und ohne Gefahr durch PKWs, LKWs und landwirtschaftliche Fahrzeuge zu Fuß oder mit dem Rad erreicht werden.

Gastronomische Außenflächen wären möglich. Es könnten Stellplätze für PKWs ausgewiesen werden. Somit würde innerörtlich nur noch der absolut nötige Kraftverkehr stattfinden. Radverkehr würde gefördert, Fußgänger können gefahrlos spazieren gehen. Die Aufenthaltsqualität würde sich sofort erhöhen.

Ein automatisches Poller-System kann schnell und mit überschaubaren Kosten erstellt werden und steht zukünftigen Maßnahmen aus dem Entwicklungskonzept nicht im Weg. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen: Geschäftsleute haben einen großen Vorteil durch diese Maßnahme. Bisherige Kunden hatten es bisher sehr schwer, sicher und ohne Ängste Geschäfte zu erreichen. Ältere Mitbürger, Mütter mit Kinderwagen und/oder Kindern haben sogar die Münsterstraße aufgrund der Verkehrslage gemieden und nur in Ausnahmefällen benutzt. Das Einkaufsverhalten hat sich sogar dahin verändert, überhaupt nicht mehr im Ortskern einzukaufen. Ich habe mir selbst die Situation vor Ort angeschaut. Gerade in den Stoßzeiten war es regelrecht gefährlich, die Münsterstraße per Rad zu befahren oder die Bürgersteige zu benutzen.

Die neue Verkehrsführung muss gleichzeitig eine Lenkungswirkung haben, damit sich Park- und Suchverkehr nicht auf die umliegenden Wohnviertel verteilt und dort für unnötige Belastungen sorgt.

Stellen Sie sich nur einmal diese Situation vor: Sie fahren mit dem Rad vom Steintor kommend uneingeschränkt die Münsterstraße entlang, halten kurz vor dem Optiker an, treffen einen Bekannten vor dem Geschäft und können ein kurzes Schwätzchen halten, schieben ihr Rad weiter die Straße herunter, ein Nachbar hält sein Auto vor der Arztpraxis, steigt in Ruhe aus und hilft seiner Frau beim Aussteigen, Sie steuern ein Café an, möchten vielleicht einen Kaffee und ein Stück Kuchen vor dem Ladenlokal einnehmen, schauen sich vorher noch die Auslagen des Reisebüros oder die Ausstellungsstücke der Galerie an. Laufen vielleicht noch schnell zum Zeitschriftenladen rüber um eine Zeitung zu kaufen, ohne auf eine Lücke in der Pkw-Schlange zu warten oder Angst zu haben, von einem Pkw erwischt zu werden…“

Die großen Supermarktketten können auch weiterhin per Anbindung durch die Umgehungsstraße erreicht werden.

Kein innerörtlicher Durchgangsverkehr bedeutet auch eine Entlastung des Bereichs zwischen Steintor, Markt und Am Berler Kamp. Ein Kreisverkehr wäre an der Kreuzung Hiltruper Straße, Münsterstraße und Steintor nicht mehr nötig. Marktplatz und Hiltruper Straße könnten verkehrsberuhigte Zone werden. Auch hier könnte eine Aufwertung der bestehenden Außengastronomie der anliegenden Geschäfte erreicht werden. Der Wochenmarkt könnte erweitert werden da Raum für Markt und Kurzzeitparkplätze für Kunden vorhanden wären. Es könnte ein wirklicher, begrünter und attraktiver Ortskern entstehen. Zusammen mit der verkehrsberuhigten Münsterstraße könnte eine Einheit gebildet werden.

Abbildung 3: Hier könnte zukünftig eine verkehrsberuhigte Zone entstehen.

Abbildung 3: Hier könnte zukünftig eine verkehrsberuhigte Zone entstehen.

 

Wolbeck-Text4

 

 

Im gleichen Zug muss verhindert werden, dass eine kleine Umgehungsstraße über die Dirk-von-Merveldt-Straße entsteht. Dies könnte ebenfalls durch Absperrung oder durch Änderung der vorgeschriebenen Fahrtrichtungen erfolgen.

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Wir sind gegen die Nachverdichtung des jetzigen Parkplatzes Sültemeyer. Die Münsterstraße ist relativ eng, nur an dieser Stelle kommt Sonnenlicht in den Straßenzug. Die Fläche könnte begrünt werden. Davon würde die anliegende Gastronomie profitieren, eventuell könnte weitere Gastronomie entstehen.

Abbildung 4: Noch kommt Sonne in diesen Teil der Münsterstraße

Abbildung 4: Noch kommt Sonne in diesen Teil der Münsterstraße

Wir Grünen sind gegen den Ausbau der Eschstraße. Schon seit der Anfangszeit haben wir eine enge Bindung an der bestehenden Bürgerinitiative „Rettet den Esch“ und unterstützen diese. Die Anbindung der Eschstraße ist aus unserer Sicht nicht nötig. Eine Anbindung des Wolbecker Nordens über den Kreisverkehr Münsterstraße / Alter Postweg ist vollkommen auseichend. Für die Gewerbetreibenden käme sogar eine direkte Anbindung des Gewerbegebietes Nord an die Umgehungsstraße in Frage. Damit Kunden einen direkten Zugang haben, Lieferverkehr nicht erst auf die Münsterstraße muss. Auch die Supermärkte der Münsterstraße sind so zu erreichen. Den Bewohnern der von der Eschstraße nordwestlich gelegenen Wohngebiete würde eine unverhältnismäßige Verschlechterung der Lebensqualität zugemutet. Schleich- und Abkürzungsverkehr durchs Wohngebiet sind wahrscheinlich.

Wir denken, der Ausbau der Eschstraße steht im Gegensatz zur Idee und zum Bau der Umgehungsstraße. Diese wurde gebaut, um den innerörtlichen Verkehr zu verhindern, nicht um den Verkehr innerörtlich von der Münsterstraße auf die Eschstraße zu verlagern. Nicht nur der Verkehr auf der Eschstraße würde ansteigen, auch der Verkehr des Borggartens. Verkehr aus Telgte und Everswinkel/Alverskirchen Richtung Hiltrup und Gremmendorf würde statt über die Everswinkler Straße sogar in den Ort hinein verlagert. Nordwestliche Wohngebiete und gerade die neuen Wohngebiete nördlich des Borggartens werden von der restlichen Gemeinde abgetrennt. Die Gefahren für Kinder erhöhen sich erheblich. Schulwege werden unkalkulierbar.

Wir sollten doch aus den Fehlern unseres Ortskernes lernen und diese nicht an der Eschstraße und der Straße Am Borggarten wiederholen.

2. Wirtschaftliche Förderung eines lebendigen, revitalisierten Wolbecker Ortskern.

Der Ortskern muss im ersten Schritt vom Durchgangsverkehr befreit werden. Nur so wird die Attraktivität maßgeblich gesteigert. In einem weiteren Schritt muss begonnen werden, den Straßenzug auch optisch zu verschönern. Wir regen hierbei an, die gesamte Fahrbahn ebenerdig zu gestalten, auf Bordsteine zu verzichten. Die Pflasterung könnte aus Naturstein bestehen. Anpflanzungen von Bäumen mit dazugehörigen Baumscheiben lockern das momentane, triste Straßenbild auf. Erst wenn sich die Menschen beim Durchqueren des Straßenzuges wohl fühlen, werden sie sich auch die Zeit nehmen, sich auf Geschäfte zu konzentrieren oder die ansässige Gastronomie zu nutzen.

Durch die Aussperrung des Durchgangsverkehrs haben die Kunden die Chance, Geschäfte und Gastronomie zu Fuß oder per Rad zu erreichen. Kunden werden nicht mehr durch die ungünstigen Verkehrsbedingungen abgeschreckt, haben Ruhe und Zeit, die Geschäfte anzusteuern. Ein wichtiger Faktor ist auch der Lärm. Kein Mensch möchte Geschäfte erledigen, wenn er ständig auf dem Weg von Geschäft zu Geschäft diesem Lärmpegel, wie es ihn auf der Münsterstraße jetzt gibt, ausgesetzt ist.

3. Marketing-Maßnahmen zur Präsentation des Wolbecker Geschäfts- und Dienstleistungspotentials.

Gute Ansätze von Marketing-Maßnahmen durch den Gewerbeverein Wolbeck gibt es bereits. Durch seine eigene Zeitung „Mein Wolbeck“ werden potenzielle Kunden angesprochen.

Es sollte überlegt werden, eine regelmäßige Stadtteilzeitung für Wolbeck heraus zu geben, die nicht nur von den örtlichen Gewerbetreibenden, sondern auch von Sport- und anderen Vereine betrieben wird. Es könnten Rubriken für lokale Nachrichten und örtliche Kleinanzeigen, sowie außerdem amtliche Bekanntmachungen für die Bürger*innen enthalten sein. Eventuell könnten den örtlichen Schulen Seiten für die eigene Gestaltung zur Verfügung gestellt werden. Somit könnten alle Beteiligte Synergien nutzen, statt eigene Publikationen herauszugeben. Eine weitere Möglichkeit wäre die Ausweitung der Gewerbeschau, dies ist aber zentrale Aufgabe des Wolbecker Gewerbevereins.

Im Netz sind etliche Internetauftritte der verschiedenen Vereine und Institutionen vertreten. Auch hier regen wir einen einheitlichen Internetauftritt von Gemeinde, Bürgern, Stadtteilverwaltung und Geschäfts- und Dienstleistungsgewerbe unter einer Adresse an.

Es könnte überlegt werden, erfahrene Werbe- und Marketingexperten für eine weitere  Ausarbeitung einer langfristigen Marketing-Strategie heranzuziehen. Schon am Zubringer zur Umgehungsstraße könnten entsprechende Werbeschilder lokale Gewerbebetriebe und Dienstleister anpreisen und potenzielle Kunden in den Ort lotsen. Ebenfalls könnten an markanten Punkten Stadtteilkarten aufgestellt werden, auf der die Standorte der Geschäfte, Firmen, Arztpraxen, Kinderspielplätze, Sportstätten und Gastronomie verzeichnet sind.

Betonung der Stärken, Verbesserung der Schwächen.

4. Nutzung des Lancier-Geländes, ggf. auch im Hinblick auf altersgerechte Wohnungen.

Bei der Bebauung des ehemaligen Lancier-Geländes sollte möglichst auf gemischte Bebauung, Wohnen für Jedermann und Mehrgenerationenbebauung wert gelegt werden. Integrierte Wohnmöglichkeiten für Menschen mit geringem Einkommen, Familien und Mittelstand sollten entstehen. Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche dürfen nicht fehlen. Dazu könnten ein Spiel-, Bolz- und Speckbrettplatz entstehen.

Wir würden ein verkehrsberuhigtes Wohngebiet nach dem Shared-Space-Prinzip bevorzugen. Ein völlig neues Baugebiet könnte eine Vorreiterrolle beim ökologischen Bauen spielen. Niedrigenergiehäuser, besser: Passivhäuser, die ihre Energie aus Photovoltaik und Solar beziehen. Auch die Versorgung des Wohngebietes mit Heizenergie von einem Blockheizkraftwerk der Stadtwerke könnten wir uns vorstellen.

In jedem Fall ist es uns wichtig, dass Bürger*innen in die Planungen mit einbezogen werden.

5. Begrüßung und Integration von Neubürgern.

Mit der Begrüßungsmappe für Neubürger wurde bereits ein großer Schritt in die richtige Richtung getan.

Jedoch sind nicht nur neu hinzugezogene Menschen Neubürger, auch Flüchtlinge sind für einen Zeitraum Neubürger. Durch das provisorische Flüchtlingsheim und später durch den Neubau des Flüchtlingsheims „Am Borggarten“ wird Wolbeck auch temporäre neue Bürger bekommen. Die Begrüßungsmappe sollte so erweitert werden, dass sie an die Bedürfnisse der Flüchtlinge angepasst wird, dies kann dadurch erreicht werden, dass man sie auch in anderen Sprachen anbietet. Somit bekommen die Flüchtlinge direkt einen Bezug zu Wolbeck und fühlen sich hier willkommen geheißen. Integration statt  Ausgrenzung.

6. Weitere Themen:

Angelseitenweg:

Wir Grüne lehnen einen Angelseitenweg vom Friedhof bis Angelmodde grundlegend ab. Die Ufer der Angel sind ein besonders schützenwertes Biotop. Sie gelten als  gesetzlich geschütztes Biotop, sind auch als gesetzliches Überschwemmungsgebiet  ausgewiesen. Zwischen Angelmodde im Westen und  Wolbeck im Osten befindet sich ein naturnaher und strukturreicher Abschnitt der Angel mit weiten Mäanderbögen, Steilufern und beidseitig  begleitendem Ufergehölz. In dem Bereich wurde im September 2006 der Eisvogel beobachtet. Dies darf nicht durch Bauarbeiten und Verdichtung durch einen Rad- und Wanderweg zerstört werden. Bereits durch den Bau der Umgehungsstraße wurde in dieses wertvolle Biotop zerstörerisch eingegriffen. Weitere Zerstörung wird von uns nicht toleriert. Beim Erhalt der Eschstraße im jetzigen Zustand ist ein Angelseitenweg nicht nötig. Selbst nach einem Ausbau sollte ein Rad- und Wanderweg, von der Fahrbahn durch einen Sickergraben oder eine Grünfläche getrennt, parallel zur Eschstraße favorisiert werden.

Nutzung des Drostenhofes:

Wir Grüne regen an, den leerstehenden Drostenhof wieder einer Nutzung zuzuführen. Es ist sehr bedauerlich, dass dieses ortsbildprägende Gebäude nach dem Auszug des Westpreußischen Landesmuseums leer steht.

Wir könnten uns vorstellen, die Räumlichkeiten für Galerien, Ateliers oder andere kunstschaffende Menschen zu öffnen. Oder vielleicht ein „Schloss Café“ im unteren Teil mit Außengastronomie. Dies könnte so auch den Tourismus fördern. Uns erscheint es wichtig, das seit 1545 bestehende Gebäude zu erhalten.

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