Grüne Zeiten in Münster-Südost


by Dirk Wimmer

Neue Grundschule in Wolbeck Nord nimmt weitere Hürde

Mit der Zustimmung der Mitglieder in der Sitzung der Bezirksvertretung Südost hat der Neubau der zweizügigen Grundschule in Wolbeck Nord eine weitere Hürde genommen.

Baubeginn soll bereits im nächsten Frühjahr sein, Fertigstellung im August 2019.

Ich hoffe dieser Neubau wird die bisherige Nikolaischule entsprechend entlasten und die provisorischen Klassenräume können dort wieder abgebaut werden, damit die Schüler wieder mehr Platz zum Spielen haben.

Jetzt muss nur noch der Rat der Stadt Münster am 18.10. dem Baubeschluss zustimmen.

Wer einen kleinen Einblick in die Planungen haben möchte:

Beschlussvorlage V/0487/2017 Neubau Grundschulgebäudes in Wolbeck

Für die Fraktion der Grünen in der Bezirksvertretung Münster Südost
Dirk Wimmer

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by Dirk Wimmer

JVA nach Wolbeck?

In der Sitzung der Bezirksvertretung Münster Südost gab es keine weiteren Informationen zu einem möglichen Standort einer JVA im Bezirk Südost. Dazu führte ich ein Interview mit der WDR Lokalzeit, jedoch nur ein kleiner Teil davon wurde gesendet.

Ich begrüße es, dass nach so langer Zeit anscheinend ein Standort für eine neue JVA gefunden wurde. Besonders nach dem Hick-Hack um einen möglichen Standort in Handorf. Aus ökologischen Gründen wäre der Standort in Handorf völlig ungeeignet gewesen, da das Gebiet einen hohen naturschutzfachlichen Wert besitzt. Wir befürworten, dass diese Planungen jetzt endgültig vom Tisch sind.

Bisher habe ich aus der Wolbecker Bürgerschaft kaum Negatives gehört. Auch die Posts in den Sozialen Medien sind durchweg positiv.

Jedoch kritisiere ich die Vorgehensweise des BLB. In Zeiten, in denen sich viele Menschen von der Politik nicht verstanden, gar allein gelassen, fühlen, kann ich es nicht nachvollziehen, warum jetzt so ein Geheimnis aus der Standortsuche und dem Kaufabschluss bei einem möglichen Wolbecker Standort gemacht wurde.

Um eine Entscheidung für die Bevölkerung nachvollziehbar zu machen, halte ich eine größtmögliche Transparenz und Bürgernähe für sehr wichtig. Sonst werden unnötig Ängste aufgebaut. Mögliche Standortvorteile werden erst gar nicht thematisiert, wie die Erhaltung und Neuschaffung von Jobs und die nötige Nähe zu den Gerichten.

Wenn nicht mal die lokalen Politiker vorab informiert werden, diese einen möglichen Grundstücksankauf der BLB ebenfalls durch die Presse erfahren müssen, können Bürgergespräche zu diesem Thema nicht stattfinden und Spekulationen und Mutmaßungen gewinnen die Oberhand. Diese bekommen schnell Bedeutungshoheit.

Der BLB hat uns mitgeteilt, es könne nicht einmal bestätigt werden, dass eine JVA überhaupt im Bezirk Südost gebaut werden soll.

Uns liegt ein Schreiben des BLB vor, in dem Sie sich zwar ausdrücklich dafür aussprechen, grundsätzlich gerne Rede und Antwort in allen Fragen rund um die Suche nach einem neuen Standort für die JVA Münster und das weitere planerische Vorgehen zur Verfügung stehen, der Termin zur Sitzung der Bezirksvertretung am 10.10.2017 wurde jedoch abgesagt. Der Kaufvertrag stehe aber immer noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Verwaltungsrates des BLB NRW und weiterer grundbuchrechtlicher Fragestellungen. Eine vorübergehende Vertraulichkeit in bestimmten Punkten sei Bestandteil des Kaufvertrages und für sie bindend. Erst wenn alle rechtlichen Punkte im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag abschließend geklärt sind, kann und würde der BLB NRW die Öffentlichkeit weitergehend informieren. Jede frühere Information könnte die erfolgreiche Abwicklung des Kaufvorgangs gefährden.

Wenn es rechtliche Gründe gibt, die einer Veröffentlichung widersprechen, dann ist es verständlich, dass es keine öffentlichen Infos darüber gibt. Jedoch frage ich mich dann, warum überhaupt Infos an die Presse weiter gegeben wurden. Dies widerspricht meiner Meinung nach der Aussage des BLB NRW. Dann hätte man besser gar keine Informationen an die Öffentlichkeit geben sollen, um Spekulationen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Für die Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Münster Südost

Dirk Wimmer

 



Grün dabei beim Wolbecker Boxenstopp by Dirk Wimmer

Wieder eine schöne Aktion vom Wolbecker Gewerbeverein. Unter dem Motto „Anhalten statt Durchrasen“ wurden in ganz Wolbeck an vielen verschiedenen Stellen Boxen aufgestellt, die Gewerbetreibende und auch die in der Bezirksvertretung vertretenen Parteien nach Lust und Laune gestalten konnten. Auch die Grüne Fraktion der Bezirksvertretung Münster-Südost hat sich beteiligt und beim Bau der Box, in Anlehnung an das Motto der Aktion, das Thema Zeit aufgegriffen: „Schenk Dir Zeit“.

Dirk Wimmer hat zusammen mit seiner Familie die Ideen der Grünen Stadtteilgruppe beim Bau umgesetzt und die vielen Einzelteile des Boxenbausatzes zusammengeschraubt, danach malerisch verziert.

BoxenstoppGrün

Damit unsere Box auch noch einen kleinen ökologischen Beitrag leistet, wurden Pflanzen eingesäht, die für Nützlinge wie z.B. Hummeln und Schmetterlinge besonders schmackhaft sind. Und sollte es eine Wildbiene bis nach Wolbeck verschlagen, kann sie es sich in unserem kleinen Bienenhotel gemütlich machen.

Unser Beitrag zum Boxenstopp steht am Angelseitenweg, an der Kreuzung Achatius-Haus / Brücke über die Angel Richtung Nikolai – Kirche.  (51.919358, 7.729751).

Kommt doch einfach vorbei und Schenkt Euch ein bisschen Zeit.

Für die Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Münster Südost
Dirk Wimmer



Stadtwerke gegen Umbenennung von Haltestelle by Dirk Wimmer

Haltestellen sollten den Fahrgästen durch ihren Namen den Ort ihres Standortes mitteilen. Die Haltestelle Loddenheide / BERESA ist nach einer Firma benannt. Die Benennung einer Haltestelle nach einer Firma sollte nur dann erfolgen, wenn diese Haltestelle vorwiegend von Kund/inn/en oder Mitarbeiter/innen der Firma frequentiert wird. Reiner Borchert, Fraktionsvorsitzender der Grünen Fraktion in Münster Südost bezweifelt dies, da die Kundschaft eines Autohändlers gerade nicht oder nur ausnahmsweise den öffentlichen Nahverkehr nutzt.

Stattdessen schlägt er vor, die Haltestelle als das zu benennen, was sie tatsächlich ist: eine ÖPNV-Anbindung für das Gewerbegebiet Loddenheide und das Wohngebiet Lütkenbeck, das über eine Bahnunterführung direkt an die Haltestelle angebunden ist und auf diese Weise endlich gebührend im Busfahrplan der Stadtwerke Beachtung findet.

Für die Grüne Fraktion Münster Südost
Dirk Wimmer



Grüne Südost für Ladestationen für Emobilität auf dem Wolbecker Marktplatz by Dirk Wimmer

Elektromotoren werden in Zukunft die Verbrennungsmotoren immer mehr verdrängen. Jedoch ist es nicht damit getan, sich die nötigen Fahrzeuge zu kaufen, es benötigt auch eine flächendeckende Infrastruktur für Ladestationen. Dies hat auch der Bund erkannt und ein Förderprogramm für diese ins Leben gerufen.

Die Grüne Fraktion in Münster Südost hat nun zwei Anträge in die Sitzung der Bezierksvertretung am 14.03.2017 eingebracht. Sie möchte die Verwaltung dazu auffordern zu prüfen, ob jeweils zwei Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes auf dem Marktplatz in Wolbeck installiert werden können.

„In den nächsten Monaten wird es umfangreiche Tiefbaumaßnahmen um und auf dem Marktplatz geben. Viele der Versorgungsleitungen müssen für den Umbau der Kreuzung Am Berler Kamp / Hiltruper Straße und der Hiltruper Straße bis zum Steintor verlegt werden. Dies sollte genutzt werden auch für die Ladestationen die nötigen Versorgungsleitungen zu legen. Somit sind hierfür keine zusätzlichen Tiefbauarbeiten nötig“ ist sich Dirk Wimmer von den GRÜNEN sicher.

Die Anträge hat die Bezirksvertretung am 14.03.2017 einstimmig angenommen. Nun muss auf die Antwort der Verwaltung gewartet werden.

Für die Grüne Fraktion Münster Südost
Dirk Wimmer



Lindberghweg / Lütkenbecker Weg: Fahrradstraße jetzt! by osmunda

Lindberghweg und Lütkenbecker Weg als Fahrradstraße – das liegt irgendwie in der Luft! Nicht nur die Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Südost, auch eine Initiative von Anwohnern des Lindberghwegs haben das beantragt. Und nun hat auch die Ortsgemeinschaft Lütkenbeck selbiges einstimmig beschlossen und bei der Stadt Münster eingereicht. Wir alle meinen, dass der jetzige Zustand (die Kanalbrücke Schillerstraße ist abgerissen und wird neu gebaut; der Kfz-Verkehr ist also an der Stelle unterbrochen) genutzt werden sollte, um die de-facto-Fahrradstraße dauerhaft in eine echte umzuwandeln.

Leider stößt der Volkswille bei der Verwaltung nicht auf ungeteilte Gegenliebe. Bisher wurden alle Anträge mit dem Argument, man müsse zunächst den Neubau der Kanalbrücke Schillerstraße abwarten, dann eine Verkehrszählung durchführen und anschließend beraten, was geschehen soll. Für solch ein Prozedere gehen locker zwei bis drei Jahre ins Land, und der Ausgang ist ungewiss.

Der Grund für dieses Verhalten liegt darin begründet, dass die Stadtverwaltung die neue Brücke und den Lütkenbecker Weg ebenso wie die Schillerstraße fest in ihr Verkehrskonzept für den Hafen und das Hansaviertel eingeplant hat, als Entlastung des Hansarings quasi. Das Hafenviertel wird in den kommenden Jahren massive Änderungen erfahren; Abriss der Osmo-Hallen, Neubauten und ein monströses Einkaufszentrum sind nur ein Teil davon. Damit die dadurch entstehenden bzw. zu erwartenden Verkehrsströme verkraftet werden können, ist die Theodor-Scheiwe-Straße als Bypass auserkoren worden. Dummerweise wurde die Privatstraße vor etlichen Monaten vom Eigentümer gesperrt. Aber man arbeitet da sicher an einer Lösung…

Auftakt zur Unterschriftensammlung am 22. Juli, Kundgebung auf dem Lindberghweg

Auftakt zur Unterschriftensammlung am 22. Juli, Kundgebung auf dem Lindberghweg

Vor diesem Hintergrund wollten Initiatoren des Bürgerantrags nicht ruhig bleiben und abwarten, sondern den Bürgerwillen lautstark bekräftigen. Zu diesem Zweck wurde Ende Juli eine Unterschriftensammlung initiiert, die bis Anfang September laufen soll. Höhepunkt wird ein Straßenfest auf dem Lindberghweg am Samstag den 3. September sein. Anschließend werden die gesammelten Unterschriften „feierlich“ der Stadt übergeben.

Hier der Text der Unterschriftenliste:

Sicher, schnell und umweltfreundlich zur Arbeit, zur Schule und zum Einkauf

Aktionsplan „Fahrradstraße Lindberghweg“ – Achse Münster-Hauptbahnhof – Gremmendorf

Im September 2015 haben Bürgerinnen und Bürger aus Lütkenbeck eine Anregung gem. § 24 Gemeindeordnung für das Land NRW an die Stadt Münster gerichtet. Es geht um die Umwidmung
des Lindberghweges in eine Fahrradstraße. Die Veränderung wird einen Beitrag dazu leisten, den
Fahrradverkehr zwischen Gremmendorf und Münster-Innenstadt deutlich sicherer zu machen.
Autoverkehr ist auf einer Fahrradstraße weiterhin erlaubt, allerdings haben Fahrräder auf einer
solchen Straße klar Vorrang. Die Einrichtung einer Fahrradstraße wird zu einer erheblichen
Attraktivitätssteigerung des umweltfreundlichen Fahrradverkehrs führen. Deshalb unterstützt auch
der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Münster (ADFC) dieses Vorhaben. Weiterhin stehen die
Ortsgemeinschaft Lütkenbeck sowie die Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Südost zu unserem
Projekt. Die gesamte Bezirksvertretung Süd-Ost hat auch bereits zugestimmt!

Leider hat sich bisher die Verwaltung der Stadt Münster jedoch nicht eindeutig in dieser Sache
positioniert. Vielmehr soll erst die Fertigstellung der neuen Schillerstraßenbrücke abgewartet werden
und sich dann eine Verkehrszählung anschließen. Dies ist der falsche Weg, weil durch den Neubau
der Schillerstraßenbrücke bereits jetzt der Lindberghweg in der Hauptsache als Fahrradstraße
genutzt wird! Es ist jetzt die Zeit gekommen, aktiv zu werden und gemeinsam für eine Umwidmung
des Lindberghweges einzutreten.

Laden Sie hier die Unterschriftenliste Fahrradstraße herunter und sammeln Sie bis zum 3. September im Freundes- und Bekanntenkreis Unterstützung für unser Ansinnen, damit ein sinnvolles Anliegen endlich Gehör findet!



Mehr Fahrradstraßen braucht die Stadt! by osmunda
10. März 2016, 21:48
Filed under: Bezirksvertretung Münster-Südost, Radwege, Straßenverkehr

Münster wächst – und damit wächst auch der Verkehr auf den Straßen. Mehr individueller Kfz-Verkehr kann aber nicht die Lösung sein; die Straßen sind eh schon voll, und verbreitern kann man sie auch nicht beliebig. Außerdem ist Autofahren zum Glück inzwischen für die junge Generation eher uncool (weil es vom Smartphone ablenkt?), so dass inzwischen nicht nur wir Grüne und der ADFC einen massiven Ausbau des Radwegenetzes fordern. Es geht dabei nicht unbedingt um neue Wegverbindungen, sondern eher um eine Anpassung der vorhandenen Radwege an das steigende Verkehrsaufkommen auf zwei Rädern. Es spricht einfach zu viel dafür, das Rad zu benutzen, um von A nach B zukommen: was für die Gesundheit tun, die Umwelt schonen, viel Sprit/Geld sparen – und letztlich ist man meist auch schneller, wenn man Staus weiträumig meiden kann.

Verkehrswende

Zeit für die Verkehrswende!

Wir als Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Südost haben daher aktuell beantragt, zwei Straßen im Südosten zu Fahrradstraßen umzuwidmen:

  • die Straßen Lindberghweg und Lütkenbecker Weg stellen die wichtigste Radverbindung zwischen Gremmendorf und den anderen Stadtteilen im Bezirk dar. Man könnte vom Heumannsweg an bis zum Hauptbahnhof / Bremer Platz abseits der großen Hauptverkehrsstraßen (Albersloher Weg und Wolbecker Straße) auf einer Fahrradstraße fahren, wenn dann noch die Schillerstraße zwischen Kanal und Hansaplatz einbezogen wird. Der Anfang der Schillerstraße war bekanntlich die erste Fahrradstraße Münsters.
  • der Brandhoveweg in Angelmodde vom Kreisverkehr / Twenhövenweg bis zum Sportzentrum ist eine von Schulkindern stark frequentierter Weg parallel zur Hauptstraße Am Angelkamp. Die Ausweisung als Fahrradstraße würde eine klarere Trennung der Verkehrsarten bringen und dadurch auch für mehr Sicherheit sorgen.

Das kann natürlich nur der Anfang sein. Wir denken über weitere Straßenzüge nach und sind offen für Vorschläge.

Klar ist, dass Fahrradstraßen nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Autoverkehr ist nach wie vor erlaubt, wenn auch nur bei max. Tempo 30. Die Zukunft wird zeigen, wie stark der Radverkehr zunimmt. Die Politik kann da nur unterstützend eingreifen und Rahmenbedingungen schaffen.

Die Bezirksvertretung hat übrigens beide Anträge einstimmig befürwortet!